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Wenn man die Zeichen in einer anderen Konfiguration anordnet, erkennt man die darin enthaltene Symmetrie:

Jedes Zeichen entspricht in Inhalt und Wertigkeit dem Gegenteil des gegenüberliegenden Zeichens.

» Himmel und Erde bestimmen die Richtung, Berg und See stehen in Verbindung ihrer Kräfte. Donner und Wind regen einander auf. Wasser und Feuer bekämpfen einander nicht. So werden die acht Zeichen durcheinander gestellt. Das Vergehende zu zählen, beruht auf der Vorwärtsbewegung. Das Kommende zu wissen, beruht auf der rückläufigen Bewegung. Darum hat das Buch der Wandlungen rückläufige Zahlen. «

Die ersten drei Zeichen zählen vom untersten Punkt aus ( der im chinesischen den Norden darstellt ) gegen den Uhrzeigersinn, darauf folgt ein diagonaler Sprung, die weiteren Zeichen zählen im Uhrzeigersinn zum höchsten Zeichen, dem Himmel, der im Süden liegt. Der Ursprung dieser dynamischen Figur liegt im Zeichen des Tao, dem Yin-Yang, begründet.

*** Zur Beachtung : ***

Hier ist jetzt Vorsicht geboten, um die richtige Perspektive zu bewahren:

Die Zeichen zählen nach wie vor von unten nach oben, so manche Literaturquelle zählt in einer perfekt kreisförmigen Anordnung von der Kreismitte nach außen, oder entgegengesetzt, stellt die Zeichen in einer rechteckigen Anordnung auf dem KOPF dar, was nicht nur bei dem Autor leicht zur Verwirrung führen kann !!

leider habe ich nicht beachtet, daß die Originalquellen von innen nach außen, und nicht wie ich, von außen nach innen zählen. Dadurch erhält die Sortierung eine Verschiebung um ein Zeichen, der komplette Artikel enthält eine falsche Sortierung :-((

Die Wertigkeit des gegenüberliegenden Zeichens erhält man durch einfaches Invertieren der einzelnen Linien, das heißt, man wandelt eine gebrochene Linie in eine ganze Linie um und umgekehrt.

Zur besseren Veranschaulichung dieses Phänomens sind die jeweils sich gegenüberliegenden Zeichen hier einmal nebeneinander dargestellt.

Himmel Erde See Berg
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7 0 6 1
       
Feuer Wasser Wind Donner
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5 2 3 4

Die Wertigkeit der Linien steigt von unten nach oben, entsprechend der Wertigkeit und der Anordnung der Zeichen im I GING.

Wenn man jeweils die Wertigkeit eines Zeichens und seines invertierten Gegenstücks addiert, tritt ein weiteres Phänomen zutage:

Der Gesamtwert eines Zeichens und seines invertierten Bildes beträgt immer genau sieben !

Die Anzahl der Zeichen beträgt immer 2n, wobei n sich aus der Anzahl der Linien ergibt. Wenn man zur Unterscheidung der einzelnen Zeichen nicht drei sondern sechs Linien verwendet, vergrößert sich die Anzahl der Zeichen auf vierundsechzig.

Die Kombinationen der Linien werden auf Seite 6 in der Anordnung absteigender Wertigkeit, in der fünften Spalte als Kombination von Nullen und Einsen dargestellt, die vorderste Zahl stellt diesmal die unterste Linie dar, da die Linien des Orakels von unten nach oben ermittelt werden.

 

 

Anmerkung zum Dualcode:

Unser gewohntes Zehnersystem besteht aus Summen von Exponenten zur Basis Zehn:

 

Beispiel : 1024 = 1*103 + 0*102 + 2*1011 + 4*100

das heißt : 1024 = 1*1000 + 0*100 + 2*10 + 4*1

Der Dualcode basiert auf einem Zweier-Zahlensystem, alle Zahlen werden dargestellt als Summe von Exponenten zur Basis Zwei:

x = 21 + 22 + ... + 2n wobei 20 = 1, 21 = 2, 22 = 4 ist.

 

Die nicht benötigten Stellen werden einfach mit Null multipliziert:

  22 21 20
Null = 0 * 22 + 0 * 21 + 0 * 20 0 0 0
Eins = 0 * 22 + 0 * 21 + 1 * 20 0 0 1
Zwei = 0 * 22 + 2 * 21 + 0 * 20 0 1 0
Drei = 0 * 22 + 1 * 21 + 1 * 20 0 1 1
Vier = 1 * 22 + 0 * 21 + 0 * 20 1 0 0
Fünf = 1 * 22 + 0 * 21 + 1 * 20 1 0 1
Sechs = 1 * 22 + 1 * 21 + 0 * 20 1 1 0
Sieben = 1 * 22 + 1 * 21 + 1 * 20 1 1 1

Vereinfacht dargestellt als Folge von Nullen und Einsen ( siehe zweite Spalte ) die Wertigkeit, von hinten gezählt: Erste Stelle 1, zweite Stelle 2, dritte Stelle vier, vierte Stelle acht, fünfte Stelle 16, sechste Stelle 32.

Die Wertigkeit x errechnet sich aus dem Stellenwert n: x = 2n-1, wobei n die Nummer der Stelle von hinten gezählt ist.

Die Nullen und Einsen geben an, ob die Stelle gesetzt ist oder nicht, die entsprechende Stelle wird entweder mit Null oder eins multipliziert.