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Vitamin B-Komplex und oxidativer Stress

Multiple Sclerosis

"Oxidative stress in patients with multiple sclerosis"

Syburra C; Passi S, Ukr Biokhim Zh 1999 May-Jun;71(3):112-5

Es ist allgemein bekannt, daß Gehirn und Nervensystem besonders anfällig für oxidativen Stress sind, weil sie relativ wenig Antioxidantien enthalten, vor allem enzymatisch wirksame, die die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Eisen schützen. Untersucht wurde der oxidative Stress von 28 Patienten, die an Multipler Sclerosis erkrankt waren und 30 gesunden, gleichaltrigen Teilnehmern. Es wurden enzymatisch und nicht-enzymatisch wirkende Antioxidantien als Parameter gemessen - Vitamin E, Ubiquinon, reduziertes und oxidiertes Glutathion, Superoxid-Dismutase, Glutathion-Peroxidase, Katalase und Phospholipide. Im Vergleich zur Kontrollguppe zeigte sich bei den Patienten mit MS signifikant verringerte Werte an Ubiquinon, Vitamin E und Glutathion-Peroxidase.

Die Ergebnisse der Blutuntersuchung bei MS-Patienten zeigten sehr deutlich oxidativen Stress an. Diesem oxidativen Stress kann mit Gabe von Antioxidantien und einer geeigneten Ernährung entgegenwirkt werden. Dies ist ein vielversprechender Weg, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Nahrungsergänzungsmittel sollten Vitamin E, Ubiquinon und Selen enthalten.

"High prevalence of vitamin D deficiency and reduced bone mass in multiple sclerosis"

Nieves J; Cosman F; Herbert J; Shen V; Lindsay R, Neurology 1994 Sep;44(9):1687-92

Weibliche MS Patienten leiden aufgrund ihres Geschlechts, mangelnder Bewegung und Corticosteroid-Therapie häufig an Osteoporose. Gemessen wurde die Knochendichte bei 80 MS Patientinnen. Alle Patientinnen füllten Fragebogen aus, die Fragen zur Ernährung und zum Aufenthalt im Sonnenlicht enthielten. Bei 52 Frauen wurden biochemische Parameter zum Knochenstoffwechsel gemessen. Die Knochendichte war bei Frauen mit MS deutlich verringert, was das Risiko von Knochenbrüchen um das 2 bis 3fache erhöht. Ebenso lag eine Vitamin D-Unterversorgung und Hyperparathyreoidismus vor, was Ursache für eine Abnahme der Knochendichte ist. Die zusätzliche Einnahme von Vitamin D ist eine sichere und kostengünstige Methode, der Vitamin D-Unterversorgung von weiblichen MS Patientinnen entgegen zu wirken.

"High Dose Antioxidant Supplementation to MS Patients: Effects on Glutathione Peroxidase, Clinical Safety, and Absorption of Selenium"

Mai, Jesper, et al, Biological Trace Element Research, 1990;24:109-117.

In der jüngsten Zeit werden MS Patienten Nahrungsergänzungsmittel empfohlen, die reich an Antioxidantien sind. Diese Studie untersucht die klinische Sicherheit, die Aktivität der Glutathion-Peroxidase und die Aufnahmevon Selen während der Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel. 18 MS Patienten nahmen täglich 6 Tabletten eines Nahrungsergänzungsmittels, das speziell für diese Studie zusammengesetzt wurde. Die Patienten nahmen 5 Wochen lang täglich 6 mg Selenit, 2 g Vtamin C und 480 mg Vitamin E. Im Vergleich zu einer Konrollgruppe ohne MS-Erkrankung war die Aktivität der Glutathion-Peroxidase zu Anfang der Behandlung geringer, stieg während der 5wöchigen Behandlung jedoch um das 5fache an. Bei 10 MS Patienten wurde die Aufnahme von 2 mg Selenit im Verlauf von 24 Stunden gemessen. Der anfänglich geringe Selenwert stieg in den ersten 3 Stunden um 24% und stabilisierte sich dann. Die Ergebnisse zeigen, daß die Antioxidantien-Behandlung sicher ist und bei MS Patienten eine Steigerung der Aktivität der Glutathion-Peroxidase bewirkt.

"Homocysteine and Vitamin B12 in Multiple Sclerosis,"

Baig, Shahid, M. and Qureshi, G. Ali, Biogenic Amines, 1995;11(6):479-485.

Untersucht wurden die Gehirn- und Rückenmarksflüßigkeit und die Blutwerte von 16 MS Patienten im Alter zwischen 20 und 63 Jahren. Das Ergebnis zeigte im Vergleich zu Gesunden einen deutlich geringeren Vitamin B12 Gehalt im Blut und in der Gehirn- und Rückenmarksflüßigkeit sowie einen deutlich höheren Wert an Homocystein bei MS Patienten. MS Patienten neigen besonders zu Unterversorgung mit Vitamin B12, was zu erhöhten Homocysteinwerten führt. Eine Behandlung mit Vitamin B6 und Vitamin B12 ist angebracht.

Quelle: www.dr-rath.com