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V. Die wahrscheinlichste Deutung des äußeren Faktors, der MS verursacht

Die neun oben aufgelisteten Eingrenzungen sind der Schlüssel für die Untersuchung, ob eine vermutete Ursache für MS ernstgenommen werden muß oder nicht. Es ist klar, daß wenn eine vermutete Ursache sich nicht mit einem oder mehreren dieser Eingrenzungen deckt, sie dann als mögliche Ursache zurückgewiesen werden muß. Nur Faktoren, die gleichermaßen alle Eingrenzungsbedingungen erfüllen, können als mögliche Ursache der MS angesehen werden. Alle als Ursache für MS vermuteten äußeren Faktoren wurden zusammengetragen, und sie umfassen spezifische Viren oder Bakterien, allgemeine Viren oder Bakterien, Schwermetallvergiftungen, industrieller Schadstoffausstoß, Hygiene, Ernährung, Sonneneinstrahlung, Höhenlage, Klima (Temperatur), Mikrowellenstrahlung und kosmische Strahlung. Diese Faktoren können auf drei Hauptgruppen verteilt werden:

 

Regional gebundene Faktoren: Sonneneinstrahlung, Höhenlage, Klima, kosmische Strahlung und Mikrowellenstrahlung.

 

Infektionen: spezifische Viren oder Bakterien, allgemeine Viren oder Bakterien.

 

Transportierbare, nicht-infektiöse Faktoren: Schwermetalle, Schadstoffausstoß, Hygiene, Ernährung.

 

Zunächst können alle regional gebundenen Faktoren auf der Basis der Befunde auf den Faröer Inseln sofort ausgeschlossen werden. Diese Befunde zeigen klar, daß der äußere Faktor nicht regional gebunden ist, sondern in ein Gebiet eingeschleppt werden kann (z.B. auf die Faröer Inseln).

 

Infektiösen Ursachen scheinen die meistzitierten Erklärungen für den äußeren Faktor zu sein. Der Grund dafür scheint zu sein, daß man a priori von der Voraussetzung ausgeht, daß unerklärbare Krankheiten durch einen infektiösen Erreger verursacht werden, wobei Viren aufgrund ihrer "schwer zu entdeckenden Natur" vor Bakterien der Vorzug gegeben wird. Die oben angeführten einschränkenden Bedingungen zeigen, daß es äußerst unwahrscheinlich ist, daß es ein spezifisches Virus oder Bakterium ist, das das ZNS infiziert und damit für die MS verantwortlich ist .

 

Die Hauptgründe für die Ablehnung eines spezifischen Erregers sind:

 

Die Eingrenzungen zeigen, daß MS nicht übertragbar ist, weder von Mensch zu Mensch noch durch Bluttransfusion.

 

Die signifikante Variation in der MS-Verbreitung und der -Häufigkeit in ethnisch homogenen Bevölkerungsgruppen innerhalb verhältnismäßig kleiner Regionen ist schwer mit einer spezifisch infektiösen Ursache der MS in Einklang zu bringen.

 

Es wurde nie ein materieller Beweis für ein MS-spezifisches Virus oder Bakterium im ZNS von Patienten mit MS gefunden, trotz sehr langer und vereinter Bemühungen solch einen Nachweis zu finden (Poser, 1993)

 

Vor dem Verlassen dieses Themas ist es wichtig anzumerken das der Hauptnachweis, der gewöhnlich von Anhängern einer spezifischen viralen Ursache für die MS angeführt wird im gewaltigen Anstieg der Häufigkeit von MS auf den Faröer Inseln ist, der auf die britische Militärbesetzung folgte. Die Standardinterpretation dieser Daten folgt dabei Kurtzke (1977) und beinhaltet, daß einige unter den britische Truppen mit dem MS-Virus infiziert waren und daß sie infolgedessen die Inselbewohner ansteckten. Auf den erste Blick scheint solch eine Interpretation plausibel zu sein, doch eine tiefer gehende Analyse der Daten, verbunden mit weiteren Eingrenzungen, macht die Viralhypothese hinsichtlich der gestiegenen Verbreitung auf den Faröern sehr unwahrscheinlich.

 

Zunächst: es gab weniger als 2.000 britische Soldaten auf den Faröern und, die Verbreitung von 90 pro 100.000 Ew. für MS in Großbritannien zugrunde gelegt, so gab es statistisch höchstens 2 Soldaten mit MS. Weiterhin darf angenommen werden, daß jeder Soldat, der eine neurologische Krankheit zeigte wahrscheinlich nach Hause geschickt worden wäre, und somit ist es äußerst unwahrscheinlich, daß es genügend Soldaten gegeben hat um die Inselbewohner zu infizieren. Kurtzke (1995) ist diesem Argument entgegengetreten, indem er behauptete, daß viele Menschen Träger des MS-Virus sein könnten ohne die Krankheit selbst zu haben. Es gibt gewiß keinerlei Nachweis für solch ein Phänomen und Kurtzkes Spekulation ist damit untragbar.

 

Weiterhin, wie schon früher erwähnt, gibt es keine gesteigerte Häufigkeit der MS bei Kindern mit Stiefgeschwistern mit MS oder bei Menschen, deren Ehepartner MS hat. Diese Erkenntnisse zeigen klar, eine spezifisch virale Ursache für MS ist höchst unwahrscheinlich und jede Vermutung, ein oder zwei britische Soldaten hätten ein MS-Virus auf die Faröer Inselbewohner übertragen, ist völlig unerträglich.

 

Mit der Ausscheidung des "Faröer Nachweises" für eine virale Ursache erscheint die Deutung, ein spezifisches Virus sei der hauptsächliche äußere Faktor, der MS auslöst, nicht länger haltbar. Diesen Schluß zog auch Poser (1993), der feststellte "das stetige Scheitern beim Nachweisen der Rolle eines spezifischen Organismus in der Pathogenese der MS hat ernste Zweifel an seiner Existenz aufgeworfen ".

 

Es wurde auch die Theorie aufgestellt, daß gewöhnliche virale und bakteriologische Infektionen MS durch ein Phänomen, das molekulare Mimikry genannt wird, verursachen(Theofilopoulos, 1995b). Damit dies geschieht, muß ein Teil der molekularen Struktur des Erregers stark einem Teil der molekularen Struktur von einem oder mehreren Eigenproteinen im ZNS ähneln. Wenn also das Immunsystem dann gegen das Virus aktiviert wird, dann mag es auch die ähnlichen Eigenproteine im ZNS angreifen. Zur Unterstützung dessen wurde nachgewiesen, daß einige Viren tatsächlich Molekülzusammensetzungen haben die denen von ZNS-Proteinen ähnlich ist. (Wucherpfennig u. a., 1995). Auch Sibley u. a. (1985) zeigten eine schwache Korrelation zwischen Virusinfektionen und MS-Schüben. Jedoch muß erwähnt werden, daß in Sibleys u. a. Studie auch viele Schübe ohne Infektionen auftraten und viele Virusinfektionen lösten keinen Schub aus. Auch ist, wie durch kernspintomographische Untersuchungen gezeigt wurde (Lai u. a., 1996), die Krankheitsaktivität in vielen Fällen im wesentlichen andauernd, was Virusinfektionen gewiß nicht sind.

Eine Eingrenzung die deutlich zeigt, daß gewöhnliche virale und/oder bakteriologische Infektionen nicht die Hauptursache für MS sind, ist die Häufigkeitserhebung für Japaner und Weiße europäischer Abkunft in Hawaii. Die Verbreitung gewöhnlicher Infektionen ist in Japan, Hawaii und Kalifornien sehr ähnlich, vielleicht am höchsten in Japan wegen der großen Bevölkerungsdichte. Damit zeigt sich deutlich, unter der Prämisse , daß MS bei Japanern auf Hawaii dreimal so verbreitet ist wie in Japan selbst, daß gewöhnliche Krankheitserreger nicht die Hauptursache für MS bilden. Eine weitere Eingrenzung, die dies ebenfalls zeigt, ist das Nord-Süd-Gefälle der Verbreitung in vielen Regionen. Das Auftreten gewöhnlicher Infektionen zeigt wenig Abweichung innerhalb dieser Regionen und kann somit nicht solch ein ausgesprochenes Gefälle erklären. Andere Eingrenzungen, wie die viel höhere Verbreitung der MS in den kanadischen Prärien als auf Neufundland, sind ebenfalls ein starkes Argument gegen eine gewöhnliches Virus als Hauptursache.

 

Von den transportablen, nicht-infektiösen Faktoren können Schwermetalle, industrieller Schadstoffausstoß und Hygiene ebenfalls ausgeschieden werden. Die überzeugendste Eingrenzung für diesen Schluß ist wiederum das deutlich erhöhte Auftreten der MS bei Japanern auf Hawaii gegenüber Japan selbst, wo diese Faktoren wesentlich verbreiteter sind als in Hawaii. Die Erhebungen von den Faröer Inseln genauso wie die viel weitere Verbreitung der MS in den kanadischen Prärien als in den wesentlich höher industrialisierten Regionen von Süd-Ontario decken sich gleichfalls nicht mit diesen Faktoren.

 

Dies läßt uns nur einen Faktor übrig, nämlich die Ernährung. Ernährung ist gewiß keine neue Deutung für den äußeren Schlüsselfaktor, der für MS verantwortlich ist, obwohl sie dahin tendiert, von zahlreichen Autoren willkürlich einfach abgetan zu werden. Jedoch führt ein genaues Lesen der Argumente gegen eine Ernährungsursache zu der Schlußfolgerung, daß Ernährung nicht aus wissenschaftlichen Gründen zurückgewiesen wird, sondern eigentlich aus rhetorischen (z.B. Sibley, 1992). Feststellungen wie "Es hat sich nicht erwiesen, daß Ernährung die Krankheit beeinflußt (McIlroy, pers. Komm., 1993)" und "Keine kontrollierte wissenschaftliche Studie hat zweifelsfrei bewiesen, daß der Verlauf der MS durch Ernährungsumstellung beeinflußt werden kann (Girard, pers. Komm., 1991)" werden häufig zitiert, fügen aber tatsächlich der Frage der Rolle von Ernährung nichts hinzu. Solche Feststellungen bedeuten lediglich "Wir haben keine Ahnung, ob Ernährung bei der MS eine Rolle spielt". Bemerkenswerterweise wurde niemals ein stichhaltiges wissenschaftliches Argument gegen die mögliche Wirkung von Ernährung präsentiert. Für diese Analyse habe ich die Ernährung im Licht der neun Eingrenzungen betrachtet, die ich zuvor einzeln aufgeführt habe.. Ich habe herausgefunden, daß Ernährung alle neun Eingrenzungen abdeckt, und deswegen glaube ich gegenwärtig, der äußere Hauptfaktor, welcher die primäre Ursache der MS darstellt, tatsächlich die Ernährung ist. Unter Berücksichtigung der neun Eingrenzungen:

 

Ernährung wird offensichtlich in der ganzen Welt angetroffen und ist spezifisch genug für ein Individuum mit vorgegebenen Ernährungsgewohnheiten um im Endeffekt nur die Hälfte oder weniger der genetisch empfänglichen Individuen zu betreffen.

 

Ernährung stellt auch eine vernünftige Erklärung für das Einwanderer- bzw. Zwillingsparadoxon zur Verfügung. Erwachsene Einwanderer haben einen starken Hang, die Ernährungsweise ihrer Heimat beizubehalten, wohingegen ihre Kinder höchstwahrscheinlich mehr Nahrung aus dem Land, in dem sie leben, konsumieren ( besonders dann, wenn sie erstmal das Elternhaus verlassen haben). Dies bewirkt einen Wandel der Ernährungsgewohnheiten und folgerichtig auch einen Wandel des MS-Risikos bei den Kindern, nicht jedoch den Erwachsenen. Somit werden die Einwanderungsdaten am besten aus der Sicht interpretiert, daß Einwanderer-Kinder und Einwanderer-Eltern in ihrer neuen Heimat unterschiedlichen äußeren Einflüssen unterliegen. Das ist nicht überraschend, da es wohlbekannt ist, daß sich Einwandererkinder viel schneller integrieren als erwachsene Einwanderer. - Eineiige Zwillinge haben gewöhnlich eine sehr ähnliche Ernährung, während sie zusammen im gleichen Haushalt leben, aber ihre Ernährungsgewohnheiten entwickeln sich potentiell auseinander nachdem sie die Familie verlassen und für sich wohnen. Weiterhin können eineiige Zwillinge, besonders wenn sie älter sind, aufgrund langandauernder Schäden und dadurch erhöhten Durchlässigkeit am Darm, möglicherweise auch unterschiedliche Nahrungssensibilitäten aufweisen. Damit treten das Ernährungs- und Verdauungssystemänderungen (und unterschiedliches MS-Risiko) bei Zwillingen hauptsächlich nach dem Alter von 18 Jahren auf. Somit erklärt die Ernährung, und nur die Ernährung, dieses Paradoxons.

 

Die allgemeine Ernährungsweise in den Zonen großer Verbreitung hat einige gemeinsame Merkmale, die vor allem einen hohen Verbrauch an Molkereiprodukten, Getreiden und gesättigten Fetten umfassen. Er ist bei allen dreien wesentlich höher als in Zonen geringer Verbreitung. Die großen Unterschiede in der Ernährung zwischen Zonen großer Verbreitung und Zonen geringer Verbreitung können leicht das Erscheinungsbild zweier sehr unterschiedlicher Risikozonen auf der Welt in erklären. Es scheint sogar, daß die Nahrungsmittel, die in Zonen großer Verbreitung konsumiert werden (z.B. Milchprodukte, Getreide, hochgesättigtes Fett) bei der Ursache der MS wirksamer sind als in verschiedenen statistischen Studien verzeichnet wurde (Shatin 1964; Alter u.a.,1974; Agranoff & Goldberg,1974; Malosse u.a.,1992; Lauer, 1994). Shatin (1964) fand eine gute Übereinstimmung zwischen MS-Häufigkeit und Weizenkonsum. Malosse u.a. (1992) stellen fest "Wir haben die Beziehung zwischen MS-Verbreitung und Molkereiwarenkonsum über die ganze Welt verteilt in 27 Ländern und 29 Bevölkerungsgruppen studiert. Ein gute Korrelation wurde dabei herausgefunden (p=0,836); Diese Korrelation war hochsignifikant (p<0,001). "Dies erneuert die Aussage von Agranoff & Goldberg, die beinahe 20 Jahre früher feststellten "Ein geographisch für Multiple Sklerose anfällig machender Faktor ... steht in direkter Beziehung zum Milchkonsum." Alter u.a. (1974) fanden eine signifikante Relation (0,7) zwischen der Aufnahme von tierischen Fetten und MS-Verbreitung. Weiterhin schließt Lauer (1994) in einer neueren Mehrfachvarianten-Studie "Die zweite MS-bezügliche Gruppe bestand aus Merkmalen mit Ernährungsvariablen (d.h. einer Ernährung die arm an Fisch und reich an Milchprodukten ist)".

 

Signifikante Unterschiede in der Ernährung können auch innerhalb eines angenommenen Landes auftreten, und diese Unterschiede sind ausreichend, die unterschiedliche Verbreitung zu erklären. Die am Meer lebenden Neufundländer verzehren z. B. mehr Fisch und weniger Milchprodukte und Getreide als die Kanadier in den Prärien und haben, wie früher angemerkt, ein weitaus geringeres Krankheitsauftreten als die landverbundenen Präriebewohner.

 

Vor allem erklärt die Ernährung auch das Paradoxon von den in ungünstiger Weise betroffenen Hawaiianern japanischer Abstammung gegenüber der günstigen Auswirkung auf Weiße europäischer Abkunft, die Poser (1994) als "rätselhaft" bezeichnet hat. Die Ernährung der Japan-Hawaiianer enthält viel mehr Elemente der Hochrisikoernährung Europas und Nordamerikas (z.B. gesättigte Fette, Milchprodukte, Getreide) als die Ernährung der Japaner in ihrem Heimatland. Und so läßt sich eine signifikant höhere Betroffenheit für Japaner in Hawaii erwarten. Andererseits enthält die Ernährung der Weißen europäischer Abkunft auf Hawaii mehr Elemente Niedrigrisikoernährung (z.B. Fisch, Gemüse und Früchte) als die Ernährung der Weißen im Herkunftsland Nordamerika. Das wirkt sich natürlich in einer geringeren Betroffenheit der Weißen europäischer Abkunft in Hawaii aus. Somit scheint es daß die Ernährung eine Lösung für dies rätselhafte Paradoxon liefert, das mit anderen vermuteten Ursachen unerklärbar ist.

 

Eine kritische Frage dieser Analyse ist: "Kann Ernährung die erhöhte Verbreitung der MS auf den Faröern nach der britischen Militärbesetzung erklären?" Es wurde als höchst unwahrscheinlich diskutiert, daß die Briten ein MS-Virus mitgebracht hätten, aber es ist klar, daß sie irgendeinen äußeren Faktor eingeschleppt hatten. Die offensichtliche Erklärung ist die, daß sie ihre eigenen Nahrungsvorräte mitbrachten, natürlich mit Nahrungsmitteln, die reich an gesättigtem Fett und solchen, die häufig hypersensible Reaktionen verursachen (Milchprodukte, Eier, Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte). Die Inselbewohner, die in der Näher der Militärbasen wohnten ( und dort arbeiteten!) hatten natürlich leichten Zugang zu diesen nicht-traditionellen Nahrungsmitteln und fügten Sie ihrer Ernährung hinzu. So ist der plötzliche Anstieg der MS bei empfänglichen Inselbewohnern durch solch einen Ernährungswandel einfach erklärt. Diese importierten Nahrungsmittel wurden leicht zu einem Teil der normalen Ernährung bei vielen Inselbewohnern, (besonders bei Jugendlichen) und das erklärt das sich fortsetzende Auftreten der MS auf den Faröern. Damit bietet die Ernährung tatsächlich eine solide und vernünftige Erklärung hinsichtlich des äußeren Faktors für eins der spezifischsten und bestgesichertsten Erscheinungsbilder der Verbreitung der Krankheit.

 

Ernährung als Hauptfaktor ist vollständig vereinbar mit dem Charakteristikum der Nichtübertragbarkeit der MS wie von Ebers (1996) festgehalten, der auf dieser Grundlage klar feststellte: "In der Summe deuten diese Daten stark darauf hin, daß der äußere Faktor das Bevölkerungsrisiko betrifft. Folglich verdienen Faktoren, die weite Bevölkerungskreise beeinflussen, ... wie die Ernährung, ein sorgfältiges erneutes Überdenken."

 

Die Ernährung der Hochrisikozonen (in den westlichen Gesellschaften) hat sich während der letzten hundert Jahre deutlich verändert mit einem grundlegenden Anstieg an gesättigten Fetten, einer Abnahme an mehrfach-ungesättigten Fetten und einem Anstieg bei Milchprodukten und Getreiden. (Swank & Dugan, 1987). Dieser Trend des höheren Verbrauchs dieser Nahrungsmittel hat sich während der letzten fünfzig Jahre zunehmend erhöht mit dem Aufkommen und der ständigen Ausbreitung der "fast food"- Industrie (z.B. Hamburgern, Pizza, Donuts). Somit erklärt der fortgesetzte Anstieg des Konsums solcher Nahrungsmittel leicht das stetige Anwachsen der MS-Verbreitung während der letzten 100 Jahre.