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XI. Deidres Fall

von Barbara MacLellan

 

"Deidre erkrankte im Alter von 11 Jahren an MS, und das Krankenhaus setzte sie auf Kortison, was von begrenztem Nutzen war. Mit 25 begann sich ihr Zustand ziemlich rasch zu verschlechtern: zuerst wurde ihre Sehfähigkeit getrübt und sie entwickelte einen Nystagmus (Augapfelzittern). Ihr ganzer Körper verfiel in Krämpfe und Steifheit; dann verkrampften sich Kopf und Hals und zitterten die ganze Zeit. Die linke Hand und der Arm begannen zu zittern als hätte sie eine Schüttellähmung. Dann begann auch ihre rechte Hand zu zittern und sie war unfähig selbst zu essen, zu schreiben oder ihre Zähne zu putzen. Deidre bewegte sich auch immer den Wänden entlang und brauchte einen Rollstuhl, wenn sie irgendeine Entfernung überwinden wollte. Kognitiv war Deidre sehr verwirrt und unfähig ihr Universitätsstudium fortzusetzen. Sie war fürchterlich erschöpft. Die Diagnose hieß chronisch-progressive MS.

 

Im Februar wurde ein Hilfsappell an die Internet Newsgroup alt.support mult-sclerosis. Ashton Embry sandte uns seinen Aufsatz über MS und schlug vor, daß Deidre sofort mit allen Milchprodukten, Gluten und Eiprodukten aufhören sollte.Wir entschlossen uns, seinem Ratschlag zu folgen und gingen noch einen Schritt weiter, indem wir Gluten, Milchprodukte, Huhn, Kartoffeln, Zucker, Koffein und Aspartam (Süßstoff, z.B. in Nutrasweet, d. Übers.)) wegließen. Sie aß hauptsächlich große Mengen Gemüse, Reisprodukte, Lamm, Fisch und Früchte.Wir ließen sowohl RAST als auch ELISA Tests durchführen, die das Vorhandensein vieler deutlicher Allergien bestätigten. Deidre begann auch verschiedene unterstützende Mittel einzunehmen, wie "Bilberry"®, Seetang, Vitamin B und C, Dorschleberöl, Efamol und Selen.

 

Ihr Kopfschütteln legte sich zuerst, und bald fühlte sie sich nicht mehr "blöd und verwirrt". Während der letzten neun Monate hat sich Deidre bis zu einem Punkt erholt, wo ihre Arme und Hände nur noch minimal zittern und sie wieder ihr Essen selbst schneiden kann. Ihr Körper verfällt nicht mehr in Krämpfe, sie kann wieder schreiben und kann längere Distanzen ohne Hilfe gehen. Deidre zeigt jede Woche schrittweise Verbesserungen und wir sind zuversichtlich, daß Deidre in einem weiteren Jahr fast symptomfrei sein wird."

 

Obwohl die obige Fallbeschreibung nicht als starker Nachweis dafür angesehen werden kann, daß Ernährungsfaktoren die Hauptursache für MS sind, glaube ich, daß solche Beschreibungen doch wichtig sind, um die Ernährungsfaktortheorie, die auf den dargestellten geographisch-epidemologischen und wissenschaftstheoretischen Daten aufbaut, zu sehr unterstützen.