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IX. Personen mit Multipler Sklerose und Hypersensibilitäten

Wenn Nahrungshypersensibilitäten tatsächlich der Hauptfaktor bei der Ursache von MS wäre, könnte man erwarten, daß in der Gruppe der MS-Patienten mehr Hypersensibilitäten auftreten sollten als in der großen Allgemeinheit. Soll und Grenoble (1984) bemerkten, "daß Individuen mit Multipler Sklerose häufig ein Profil mit zahlreichen Allergien zeigen" (d.h. mit Hypersensibilitäten). Meine eigene Erfahrung bestätigt Dr. Solls Feststellung, sowohl durch persönliche, als auch durch Internet-Kontakte mit MS-Betroffenen. Nahrungshypersensibilitäten scheinen sehr häufig zu sein, und dies wird gegenwärtig durch ELISA-Blutuntersuchungen gezeigt, die auf IgE und IgG4-Immunreaktionen an 190 Nahrungsmitteln testen. Gegenwärtig hatten 15 von 18 MS-Patienten, die darauf getestet wurden, mehrere signifikante Nahrungshypersensibilitäten, wobei Milchprodukte, Getreide, Eier, Hefe und Hülsenfrüchte die Nahrungsmittel waren, auf die allgemein am häufigsten reagiert wurde. Nimmt man die Schätzung als gegeben, daß zwischen 1 und 2% der Menschen signifikante Nahrungshypersensibilitäten zeigen (Sampson, 1991), dann wäre auch die Wahrscheinlichkeit bei MS-Patienten, Nahrungshypersensibilitäten zu haben, bei 1-2%, wenn MS und Nahrungshypersensibilität nicht zusammenhingen. Gegenwärtige Daten lassen aber vermuten, daß mindestens 50%, wenn nicht 75% der MS-Patienten bemerkbare Nahrungshypersensibilitäten haben, was anzeigt, daß MS und Nahrungshypersensibilitäten tatsächlich zusammenhängen.