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"Seit wann hat Inklusion etwas mit Müllgebühren zu tun?"

1. Berechtigter Anspruch des Vermieters/Wohngemeinschaft 2. Bestimmung der "echten" Verbrauchs-/Nebenkosten 3. Verhältnis Assistenznehmer zu Assistenten Klar ist für mich, dass ein Vermieter nicht akzeptieren muss, dass 1 Person angemeldet ist, aber 2 Personen in einer Wohnung leben und damit auch höhere Verbrauchskosten haben als nur 1 Person. Im konkreten Fall hieße dies, dass der Vermieter assistenzbedingte Kosten mitträgt, wenn er nur 1 Person berücksichtigt. Kann er machen, wenn er will, aber dazu verpflichten kann man ihn bestimmt nicht. Wenn die Nebenkosten nicht für jede Wohnung einzeln bestimmt werden können, sondern nur durch Umlage (durchaus üblich), dann ist aus Sicht des Vermieters durchaus die Anzahl der Personen wichtig. Da nachweislich 2 Personen hier leben, ist das wohl nicht angreifbar. Wenn jemand eine Wohnung mietet und nicht darin wohnt - als extremer Fall - wird er trotzdem gemäß des Mietvertrags die Nebenkosten mittragen müssen, zumal es für den Vermieter nicht feststellbar ist, wie lange die Wohnung im Monat wirklich bewohnt ist bzw. genutzt wird. Das ganze Problem entsteht aber an völlig anderer Stelle, nämlich dass Assistenz benötigt wird. Für Assistenten muss eine Rückzugsmöglichkeit vorhanden sein und Assistenten haben in 22,5h von 24h natürlich einen Anteil an den Verbrauchs-/Nebenkosten und sogar an den Mietkosten, insbesondere, da es eine Rückzugsmöglichkeit geben muss (in der Praxis aber manchmal schwierig). Da der Assistenznehmer diese Kosten genauso wie die Löhne der Assistenten nicht zahlen kann, muss dies ebenso wie die Löhne vom Kostenträger übernommen werden. Damit sind die zusätzlichen Kosten aus meiner Sicht vom Kostenträger zu tragen. Hier gibt es noch zwei Urteile, die das untermauern: juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=148574&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive= Viele Grüße, Klaus